Der deutsche Immobilienmarkt sortiert sich neu: Die Jahre des flächendeckenden Preisbooms sind vorbei, Baukosten bleiben hoch. Wer heute eine Wohnung oder ein Haus erwirbt, muss genauer hinschauen – auf Demografie, Wirtschaftskraft und die Perspektive der gesamten Region. Der Postbank-Wohnatlas, erstellt vom Weltwirtschaftsinstitut (HWWI), liefert dafür eine Prognose bis 2035 für alle 400 Städte und Kreise. Die Studie liegt dem Handelsblatt vorab vor.
Die Analyse zeigt alte Verlierer und neue Gewinner. Während einige Regionen mit realen Preisrückgängen rechnen müssen, können andere auf stabile oder steigende Werte hoffen. Entscheidend sind Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung, Arbeitsmarkt und die Attraktivität als Wohnort. Besonders in strukturschwachen Gegenden mit schrumpfender Bevölkerung drohen Wertverluste.
Ein Beispiel aus der Praxis: In St. Peter-Ording bekamen junge Familien den Zuschlag für ein kommunales Erbpacht-Grundstück, um bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Doch einige von ihnen sagten wieder ab – sie konnten die Finanzierung nicht stemmen. Der Küstenort steht mit diesem Problem nicht allein da. Die Studie soll Käufern helfen, langfristig kluge Entscheidungen zu treffen.
Quelle: www.handelsblatt.com



