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Lukaschenko schließt direkte Kriegsbeteiligung aus

Der belarussische Alexander Lukaschenko hat am 6. Juni in Grodno erklärt, dass belarussische Truppen nicht an Kampfhandlungen in der Ukraine teilnehmen werden. Wie die Kyiv Post berichtet, sagte er, seine Landsleute wollten nicht als „Kanonenfutter“ für den Willen anderer dienen.

Lukaschenko schließt direkte Kriegsbeteiligung aus
Bild: static.kyivpost.com

Lukaschenko betonte zugleich, dass Minsk ein verlässlicher militärischer Verbündeter Russlands bleibe und bereit sei, Russland zu verteidigen. Die Aussage fiel vor dem Hintergrund wachsender Befürchtungen, Belarus könnte als Aufmarschgebiet für eine neue russische Offensive dienen.

Der belarussische Präsident wies die Vorstellung entschieden zurück, seine Bürger an die Front zu schicken. „Belarussen wollen nicht zum Kanonenfutter für den Willen anderer werden“, zitierte die Kyiv Post den Machthaber. Die Formulierung erinnert an frühere Aussagen, in denen Lukaschenko eine direkte Beteiligung an Russlands Angriffskrieg ablehnte.

Beobachter in Kyiv sehen die Erklärung mit Skepsis. Zwar hat Belarus bislang keine eigenen Truppen in die Ukraine entsandt, doch diente das Land Russland wiederholt als Startrampe für Raketenangriffe und Drohnenangriffe. Zudem stationiert Moskau auf belarussischem Boden taktische Atomwaffen.

Die Ukraine beobachtet die Lage an der Nordgrenze weiterhin aufmerksam. Der ukrainische Grenzschutz warnte zuletzt vor möglichen Provokationen aus Belarus, insbesondere in Richtung Kyiv und der westlichen Regionen. Eine direkte Invasion belarussischer Truppen gilt jedoch als unwahrscheinlich.

Quelle: www.kyivpost.com