Bei dem massiven Luftangriff auf Kiew am Sonntagmorgen setzte Russland erneut seine Hyperschallrakete Oreschnik ein. Nach Angaben ukrainischer Behörden kamen mindestens vier Menschen ums Leben, über 100 wurden verletzt. Hunderte Gebäude wurden beschädigt oder zerstört, darunter auch das ARD-Hörfunk- und Fernsehstudio im Regierungsbezirk Petschersk, das durch die Druckwelle stark beschädigt wurde.
Ungewöhnlich scharfe Kritik kam von prorussischen Militärbloggern. Der Militärbeobachter Wladimir Romanow schrieb, die Rakete sei „einfach nur sehr teures Eisen in den Boden“. An das propagierte Bild der Waffe glaube „außer Rentnern“ kaum noch jemand. Der Kriegsblogger Kirill Fjodorow stellte dagegen die Berichte über die Schäden infrage und behauptete ohne Belege, Teile der Gefechtsköpfe seien beim Einschlag verdampft.
Der Einsatz der Oreschnik, einer neuartigen Hyperschallrakete, sollte offenbar militärische Stärke demonstrieren. Stattdessen mehren sich im russischen Lager Stimmen, die den Nutzen der teuren Waffe anzweifeln. Die ukrainischen Behörden dokumentierten die Schäden in Kiew, während russische Blogger die Darstellung als übertrieben zurückweisen.
Quelle: www.merkur.de



