Das neue Heizungsgesetz, das den Einbau von Gas- und Ölheizungen auch nach 2045 erlaubt, sorgt für gemischte Reaktionen bei den Kunden von Albert Kohl, einem Heizungsbauer aus Bobingen. Viele Kunden fragen, ob sie ihre bestehenden Heizsysteme weiterhin nutzen können, entscheiden sich jedoch häufig für modernere Alternativen wie Wärmepumpen oder Pelletheizungen. Kohl betont, dass die fossilen Heizungen langfristig als zu teuer angesehen werden.
„Der letzte neue Ölkessel wurde bei mir 2025 eingebaut, 2026 noch kein einziger“, erklärt Kohl. Das politische Hin und Her rund um das Heizungsgesetz habe viele Kunden verunsichert. Um diese Unsicherheiten zu beseitigen, setzt Kohl auf ausführliche Beratung, bei der verschiedene technische Optionen und Szenarien für die kommenden Jahre vorgestellt werden.
Technisch sei in „99 von 100 Fällen“ der Einbau eines alternativen Heizsystems möglich. „Auf Öl haben die Leute auch gar nicht mehr wirklich Lust“, so Kohl. Lediglich in wenigen Ausnahmefällen sei es nicht möglich, ein alternatives System zu installieren. Dennoch hält er es für vertretbar, in Notfällen weiterhin Gas- oder Ölheizungen einzubauen, idealerweise in Kombination mit einer Hybridlösung.
Kohl hebt hervor, dass die Anpassung des Heizsystems an die individuellen Bedürfnisse der Kunden entscheidend sei. Langfristig werde sich jedoch die bessere Technik durchsetzen, ähnlich wie Smartphones die alten Handys abgelöst haben. „Es ist eine Technik, die komplett zukunftsfähig ist“, sagt Kohl.



