Putin sprach während einer Militärparade in Moskau am vergangenen Wochenende und brachte Altkanzler Gerhard Schröder als möglichen Vermittler für Verhandlungen über ein Ende des Krieges ins Spiel. Äußerungen fallen in einen kritischen Moment, da die EU-Außenminister in Brüssel zusammenkommen, um über die aktuelle Lage in der Ukraine zu beraten.
Die schwedische Außenministerin Maria Malmer Stenergard äußerte sich in einem Interview zu Putins Vorschlägen und betonte, dass die EU eine klare Position gegenüber Russlands Aggression einnehmen müsse. Sie wies darauf hin, dass die internationale Gemeinschaft nicht zulassen könne, dass der Aggressor die Bedingungen für Verhandlungen diktiert.
Putins Äußerungen über einen möglichen Kriegsende sind nicht neu, jedoch wird die Nennung von Schröder als Vermittler von vielen als provokant angesehen. Der ehemalige Kanzler hat in der Vergangenheit enge Beziehungen zu Russland gepflegt, was seine Rolle als neutraler Vermittler in Frage stellt.
Die Sitzung der EU-Außenminister könnte entscheidende Weichenstellungen für die zukünftige europäische Außenpolitik gegenüber Russland und der Ukraine vornehmen. Die Minister werden voraussichtlich über weitere Sanktionen gegen Russland und Unterstützung für die Ukraine diskutieren.



