Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, die Expertenkommission spreche sich für eine schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters von 67 auf 70 Jahre aus, gültig ab Anfang der 2060er-Jahre für nach 1990 Geborene. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) nannte dies Spekulationen und mahnte zur Vorsicht. Auch Mitglieder der Kommission und das Bundesarbeitsministerium dementierten den Bericht. Das Ministerium betonte, die Kommission arbeite professionell und vertrauensvoll an Konsensbeschlüssen.
Innerhalb der Union gibt es unterschiedliche Positionen. Frei hält eine Anpassung der Lebensarbeitszeit an die steigende Lebenserwartung für vernünftig. Der stellvertretende Sepp Müller sprach sich dafür aus, dass seine Generation in den 2050er-Jahren bis 70 arbeiten gehe, um das Rentenniveau zu stabilisieren. Der Vorsitzende des CDU-Arbeitnehmerflügels CDA, Dennis Radtke, warnte hingegen, viele Menschen könnten schon heute nicht bis 67 arbeiten. Eine Anhebung dürfe es nur geben, wenn sie an die Lebenserwartung gekoppelt sei und die Erwerbsminderungsrente verbessert werde.
Quelle: Tagesschau



