Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:04 DE / UKR / EN

Rheinmetall und Telekom entwickeln gemeinsam Drohnenabwehrschirm

Die Rheinmetall AG (Düsseldorf) und die Deutsche Telekom AG (Bonn) haben am Montag eine Kooperation zur Entwicklung eines Drohnenabwehrschirms angekündigt. Dieser soll Städten, Ländern und dem Bund als Schutz für kritische Infrastruktur angeboten werden.

Rheinmetall und Telekom entwickeln gemeinsam Drohnenabwehrschirm
Bild: media0.faz.net

Die Bedrohung durch Drohnenüberflüge nimmt zu, weshalb sich Behörden wappnen müssen. In diesem Kontext haben die Rheinmetall AG und die Deutsche Telekom AG eine Partnerschaft ins Leben gerufen, um einen Drohnenabwehrschirm zu entwickeln. Dieser soll als Schutzmaßnahme für kritische Infrastruktur dienen und wird sowohl Städten als auch dem Bund angeboten.

Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender von Rheinmetall, erklärte: „Die Bedrohung durch Drohnen ist hochgradig digital. Deshalb braucht ihre Abwehr die Verbindung aus Sensorik, Effektoren und sicheren Kommunikationsnetzen.“ Die Telekom wird ihr Wissen aus der Mobilfunktechnik und digitalen Infrastruktur einbringen, während Rheinmetall sich auf die Sensorik und Elektronik konzentriert.

Die Partnerschaft befindet sich noch in einem frühen Stadium, und weitere Details sollen zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden. In der Drohnenabwehr sind zahlreiche Unternehmen aktiv, darunter auch Rüstungsunternehmen und spezialisierte Start-ups, die innovative Lösungen entwickeln.

Der geplante Drohnenschutzschild von Telekom und Rheinmetall wird sich nicht auf Kampfdrohnen konzentrieren, sondern auf klassische Quadrocopter, die häufig für Industriespionage eingesetzt werden. Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Telekom, betonte: „Gemeinsam mit Rheinmetall stärken wir so die Souveränität und leisten unseren Beitrag dazu, Sorgen in der Bevölkerung zu reduzieren.“