Am Donnerstag wurden zwei Angriffe auf einen UN-Hilfskonvoi in Cherson verübt, der Nahrungsmittel und Solarleuchten an bedürftige Zivilisten lieferte. Der Vorfall ereignete sich im stark angegriffenen Ostriv-Gebiet des Korabelnyi-Distrikts. UN-Mitarbeiter, darunter Andrea De Domenico, Leiter des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten in der Ukraine, waren an Bord des Fahrzeugs, blieben jedoch unverletzt.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich zu dem Vorfall und betonte, dass die russischen Streitkräfte genau gewusst haben müssten, welches Fahrzeug sie angriffen. „Die Russen konnten nicht übersehen, welches Fahrzeug sie ins Visier nahmen“, schrieb Selenskyj auf Telegram.
UN-Hilfschef Tom Fletcher bezeichnete den Angriff als möglichen „gezielten Angriff“ und erklärte, dass die UN „wütend“ sei und volle Untersuchungen sowie Verantwortlichkeit fordern werde. „Unsere Leute hatten sehr, sehr viel Glück, mit ihrem Leben davonzukommen“, fügte Fletcher hinzu.
Der Vorfall hat internationale Aufmerksamkeit auf die Gefahren gelenkt, denen humanitäre Helfer in der Ukraine ausgesetzt sind, und verstärkt die Forderungen nach Schutzmaßnahmen für solche Einsätze.



