Vladyslav Vlasiuk, der ukrainische Sanktionen-Kommissar, erklärte, dass Fragmente der Kh-101-Raketen, die bei einem Angriff auf ein Wohngebäude in Kyiv am Donnerstag mindestens 24 Menschen das Leben kosteten, Teile von westlichen Herstellern enthielten. Laut Vlasiuk zeigen die gefundenen Komponenten, dass Russland Raketen „direkt von der Produktionslinie“ verwendet.
Die Analyse der Raketenfragmente ergab, dass sie mehr als 100 Teile von großen US- und europäischen Unternehmen enthielten. Dazu gehören unter anderem Mikrochip-Hersteller wie Texas Instruments, AMD und Kyocera AVX sowie die deutsche Harting Technology Group und das niederländische Nexperia.
Vlasiuk wies darauf hin, dass diese Erkenntnisse einen Trend bestätigen, der zeigt, dass Russland zunehmend auf westliche Technologien zurückgreift, um seine militärischen Kapazitäten zu stärken. „Vor diesem Hintergrund erscheinen Aussagen über mögliche kurzfristige ‚Waffenstillstände‘, während Waffenlager aufgefüllt werden, in einem anderen Licht“, sagte er.
Die Verwendung westlicher Komponenten in russischen Raketen wirft Fragen über die Rolle internationaler Unternehmen in der Rüstungsproduktion auf und könnte Auswirkungen auf die Diskussionen über Sanktionen gegen Russland haben.



