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Russischer Großangriff auf Region Winnyzja: sechs Verletzte

Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Region Winnyzja seit Kriegsbeginn sind in der Nacht zum Samstag sechs Menschen verletzt worden. Die Stadt Winnyzja war zeitweise komplett ohne Strom.

Russischer Großangriff auf Region Winnyzja: sechs Verletzte
Grafik: EuroPulse

Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Region Winnyzja seit Kriegsbeginn sind in der Nacht zum Samstag sechs Menschen verletzt worden. Die Stadt Winnyzja war zeitweise komplett ohne Strom.

Bei einem der schwersten russischen Luftangriffe auf die Region Winnyzja seit Beginn des umfassenden Kriegs sind in der Nacht zum Samstag sechs Menschen verletzt worden. Das teilte die Leiterin der regionalen Militärverwaltung, Natalija Sabolotna, nach Angaben des Nachrichtenportals Kyiv Post am Samstag, 17. Oktober, auf Facebook mit.

Eine Verletzte liegt laut Sabolotna auf der Intensivstation, ihr Zustand sei ernst, aber stabil. Drei weitere Menschen seien mittelschwer und zwei leicht verletzt; alle würden medizinisch behandelt. Zivile und kritische Infrastruktur seien beschädigt worden. Die Luftverteidigung habe über der Region 24 russische Drohnen abgefangen, schrieb Sabolotna.

Die Stadt Winnyzja war nach Angaben von Gouverneurin Sabolotna, die das Nachrichtenportal NV mit „Natalia Zabolotna“ zitiert, vollständig ohne Strom. Auch die Wasserversorgung war gestört: Das Hauptwasserwerk der Stadt habe keinen Strom gehabt, meldete der öffentlich-rechtliche Sender Suspilne. Generatoren könnten nicht alle Gebäude und Etagen mit Wasser versorgen, hieß es.

Der Bürgermeister von Winnyzja, Serhij Morhunow, teilte mit, der elektrische Nahverkehr ruhe derzeit, auf den Linien würden mehr Busse und Kleinbusse eingesetzt. Stromausfälle im Internet schloss er nicht aus und riet den Einwohnern, Hinweise im Radio „Misto nad Buhom“ auf 101,8 FM zu verfolgen. Reparaturtrupps und Netzleitstellen schalteten kritische Einrichtungen auf Notstromaggregate um, während sie an der Wiederherstellung von Strom- und Wasserversorgung arbeiteten. Die Regionalverwaltung rief die Menschen dazu auf, Elektrogeräte beim Wiederanschluss nur schrittweise und abwechselnd einzuschalten, um das Netz nicht zu überlasten.

Der Angriff auf die Region Winnyzja war Teil eines landesweiten russischen Angriffs in der Nacht zum Samstag. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffenführung setzte Russland Iskander-M- und KN-23-Raketen aus den Regionen Woronesch und Rostow sowie von der besetzten Krim ein, dazu Kh-22- und Kh-32-Marschflugkörper von der Krim, vier Kalibr-Marschflugkörper aus Noworossijsk und 332 Drohnen. Bis 8.00 Uhr am Samstag seien 293 Luftziele abgefangen oder unterdrückt worden, darunter alle vier Kalibr und 289 Drohnen.

Auch andere Regionen wurden getroffen. Im Charkiwer Stadtteil Nemyschljanskyj wurden am späten Freitagabend nach Angaben von Kyiv Post 15 Zivilisten verletzt, darunter drei Kinder; vier Brände brachen aus, Wohnhäuser und ein Lagerhaus wurden schwer beschädigt. Am frühen Samstagmorgen schlugen Raketen in Saporischschja auf freiem Gelände nahe Wohnblocks ein. Der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Iwan Fedorow, bestätigte zwei Verletzte; drei Wohngebäude seien beschädigt und geparkte Fahrzeuge in Brand geraten.

Quellen

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