Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR berichtet, dass der Ayebusiwa Olabode Victor im Kampf für Russland in der Region Charkiw gefallen ist. Victor sei mit Versprechungen auf legale Arbeit nach Russland gelockt worden, so der Geheimdienst. Sein Tod sei kein Einzelfall, sondern Teil eines systematischen Rekrutierungsschemas, das russische Anwerber gezielt gegen Bürger afrikanischer Länder einsetzten.
Laut HUR beginnt das Schema mit Jobanzeigen auf Facebook und WhatsApp. Interessenten werden Visa ausgestellt und nach Russland geflogen. Dort würden ihnen die Pässe abgenommen, sie würden gezwungen, Militärverträge zu unterschreiben, und schließlich an die Front geschickt. „Für Dutzende und Hunderte nigerianischer Bürger werden Jobversprechen in Russland zu einer Einwegfahrkarte“, erklärte der Geheimdienst in einer Stellungnahme.
Der Fall Victors reiht sich ein in Berichte über Russlands Versuche, Söldner aus afrikanischen Ländern für seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine anzuwerben. Bereits in der Vergangenheit hatten ukrainische Behörden auf ähnliche Fälle hingewiesen. Die russische Führung bestreitet systematische Zwangsrekrutierungen, doch die Vorwürfe mehren sich.
Quelle: www.kyivpost.com



