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Ryanair-Gebühr für Familiensitzplatz: Verbraucherschützer kritisieren Praxis

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA prüft, ob Ryanair Eltern zur Kasse bittet, wenn sie neben ihren Kindern sitzen wollen. Deutsche Verbraucherschützer bezeichnen die Gebühr als „absolute Frechheit“ und fordern ein Umdenken.

Ryanair-Gebühr für Familiensitzplatz: Verbraucherschützer kritisieren Praxis
Bild: tagesspiegel.de

Wie der Tagesspiegel berichtet, steht die irische Billigfluglinie Ryanair in Großbritannien unter Beobachtung der Wettbewerbsbehörde CMA. Diese überprüft die Praxis, Eltern eine Gebühr für einen sogenannten Familienplatz zu berechnen, damit sie neben ihren Kindern sitzen können. Auch in Deutschland erhebt Ryanair eine solche Gebühr.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) sieht dringenden Handlungsbedarf, auch wenn bislang keine Beschwerden deutscher Verbraucher vorliegen. Ein Sprecher des vzbv sagte dem Tagesspiegel: „Das ist eine absolute Frechheit. Es ist schade, dass man sich mit derartigen Selbstverständlichkeiten, wie dem kostenfreien Zusammensitzen, befassen muss.“ Der europäische Dachverband BEUC habe berechnet, dass die Mehrbelastungen für Familien im dreistelligen Eurobereich liegen können.

Die Gebühr ist kein Einzelfall: Eine Analyse von 29 Fluggesellschaften durch den Europäischen Verbraucherverband BEUC im April 2026 ergab, dass vierköpfige Familien durchschnittlich 80 bis 200 Euro Aufpreis für Sitzplatzgebühren zahlen. In einem Fall seien sogar 300 Euro verlangt worden. Der vzbv kündigte an, problematische Entwicklungen rechtlich prüfen zu lassen.

EuroPulse berichtete am 11. Juni 2026 über die Ermittlungen der britischen Wettbewerbsbehörde gegen Ryanair wegen der Gebühr für Eltern-Kind-Sitzplätze (zum Artikel).

Quelle: www.tagesspiegel.de