Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:01 DE / UKR / EN

Scott Keogh gesteht Fehler bei VW-Tochter Scout ein

Scott Keogh, CEO von Scout, räumt in einem Interview mit dem Handelsblatt Fehler bei den Kosten für die neue Fabrik in South Carolina ein. Die geschätzten Kosten stiegen von zwei Milliarden auf drei Milliarden Dollar.

Scott Keogh gesteht Fehler bei VW-Tochter Scout ein
Bild: images.handelsblatt.com

Scott Keogh, der CEO von Scout, dem amerikanischen Elektroauto-Ableger von Volkswagen, hat in einem Interview mit dem Handelsblatt Fehler bei der Kostenschätzung für die neue Fabrik in South Carolina eingeräumt. Die ursprünglich auf zwei Milliarden Dollar bezifferten Kosten wurden auf drei Milliarden Dollar angehoben, was einer Steigerung von 50 Prozent entspricht. Diese Entwicklung kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da der Erfolg von Scout für die Strategie von Konzernchef Oliver Blume von zentraler Bedeutung ist.

In den letzten Wochen hat sich die Situation für Scout verschärft. Keogh, der als Visionär und brillanter Verkäufer gilt, sieht sich nun mit wachsenden Zweifeln innerhalb des Unternehmens konfrontiert. „Wir müssen die Herausforderungen annehmen und uns verbessern“, erklärte Keogh. Selbstkritik könnte ein Versuch sein, das Vertrauen in die Marke wiederherzustellen und die Mitarbeiter zu motivieren.

Die Entscheidung, die Kosten für die Fabrik zu erhöhen, steht im Widerspruch zu den strikten Sparzielen anderer Konzernmarken. Der Aufbau von Scout ist für Volkswagen eine Schicksalsfrage, da das Unternehmen mit Elektro-Pick-ups den US-Markt erobern möchte. Keogh berichtet direkt an den CEO Oliver Blume, was die Bedeutung dieser Tochtergesellschaft unterstreicht.

Die steigenden Kosten könnten jedoch auch Auswirkungen auf die zukünftige Strategie von Volkswagen haben. Analysten beobachten die Entwicklungen genau, da der Erfolg von Scout entscheidend für die Marktposition des Unternehmens in den USA ist. Die nächsten Schritte von Scout werden daher mit großem Interesse verfolgt.