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Selenskyj: Über 850 Shahed-Drohnen gegen die Ukraine

Russland hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj vom Mittwoch bis Donnerstagmorgen mehr als 850 Shahed-Drohnen gegen die Ukraine gestartet. Bei Angriffen in Kropywnyzkyj und im Gebiet Dnipropetrowsk starben sechs Menschen.

Selenskyj: Über 850 Shahed-Drohnen gegen die Ukraine
Archivfoto: Ivshyn / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Russland hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj vom Mittwoch bis Donnerstagmorgen mehr als 850 Shahed-Drohnen gegen die Ukraine gestartet. Bei Angriffen in Kropywnyzkyj und im Gebiet Dnipropetrowsk starben sechs Menschen.

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vom Mittwoch bis Donnerstagmorgen mehr als 850 Shahed-Drohnen gegen die Ukraine gestartet. Von Mitternacht des 14. Oktober bis 9:00 Uhr am Donnerstag, 15. Oktober, seien es mehr als 850 gewesen, schrieb Selenskyj auf Facebook, wie Ukrinform berichtet. Bei den Angriffen starben nach seinen Angaben sechs Menschen – drei in Kropywnyzkyj und drei weitere im Gebiet Dnipropetrowsk.

„Praktisch den ganzen gestrigen Tag und die ganze Nacht hielt eine massierte Shahed-Attacke an, es gab ständige Wellen, und keine einzige Stunde war unser Himmel frei von ihnen“, zitiert Suspilne den Präsidenten. Ein Teil der Drohnen sei abgeschossen worden, doch es habe „leider auch Dutzende Einschläge“ gegeben. In Dutzenden ukrainischen Städten und Gemeinden laufen laut Selenskyj weiter die Aufräumarbeiten, Rettungskräfte und Reparaturbrigaden sind im Einsatz.

Wo die Drohnen einschlugen

Eine der größten Attacken traf nach Selenskyjs Angaben das Gebiet Kirowohrad. Einschläge gab es demnach auch in Kyjiw und der Region Kyjiw sowie in den Gebieten Dnipropetrowsk, Odesa, Riwne, Charkiw, Donezk, Saporischschja, Cherson, Mykolajiw, Winnyzja, Schytomyr, Chmelnyzkyj, Poltawa und Iwano-Frankiwsk. In Kropywnyzkyj, dem Verwaltungszentrum des Gebiets Kirowohrad, wurden nach Angaben der Rettungskräfte 25 Orte getroffen, darunter Unternehmen, Logistikobjekte, Lager und Wohnhäuser; drei Menschen starben, sechs wurden verletzt. In der Nacht zum 15. Oktober griffen russische Truppen zudem das Gebiet Dnipropetrowsk mehr als zehnmal mit gelenkten Fliegerbomben und Drohnen an, wie Suspilne unter Berufung auf die Regionalverwaltung meldet. Nach deren Angaben vom Morgen starben dort drei Menschen, drei weitere wurden verletzt.

Selenskyj sieht Zusammenhang mit Sanktionserleichterungen

Der Präsident machte die Angriffe auch mit jüngsten Entscheidungen Washingtons verständlich. „Offensichtlich ist Russland zu einer solchen Eskalation der Angriffe absichtlich übergegangen, nachdem es Sanktionserleichterungen erhalten und Versuche gesehen hat, Druck auf die Ukraine auszuüben“, sagte Selenskyj. Moskau nutze jedes Anzeichen nachlassenden internationalen Drucks, um die Angriffe zu verstärken. Am 9. Oktober hatte US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit Wladimir Putin eine Vereinbarung über die Lieferung russischen Dieselkraftstoffs auf den US-amerikanischen und den Weltmarkt angekündigt; das US-Finanzministerium erließ eine befristete Lizenz, die russischen Diesel bis zum 7. April 2027 von einem Teil der Sanktionen ausnimmt. Selenskyj kritisierte die Vereinbarung damals als Schwächezeichen und warnte, Moskau könne mit neuen Angriffen antworten.

Der Präsident forderte entschlossenere Entscheidungen der Partner, stabile Unterstützung und vor allem eine Stärkung der Luftverteidigung. An die Adresse der USA sagte er: „Wichtig ist, dass alle in Amerika nicht auf der Seite des Aggressors stehen, sondern auf der Seite unseres Schutzes von Leben und unserer Versuche, diesen Krieg zu beenden und Sicherheit zu garantieren.“

Am Mittwochabend hatte das ukrainische Verteidigungsministerium zudem mitgeteilt, dass SpaceX für Starshield-Terminals (das „Militärpaket“) in Bewegung eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 161 km/h aufrechterhalte. Zuvor hatte Serhii Beskrestnow, Technologieberater des Präsidenten und bekannt als Flash, erklärt, SpaceX habe in der Nacht ohne Vorwarnung Beschränkungen für die Betriebsgeschwindigkeit von Starlink-Terminals in Bewegung eingeführt. Laut Verteidigungsministerium erschwerten die festgestellten Einschränkungen den Betrieb unbemannter Systeme, die Logistik und Fähigkeiten für Angriffe mittlerer Reichweite der Verteidigungskräfte.

Anmerkung der Redaktion: Die Angaben zu Opfern und Einschlägen stammen von ukrainischen Stellen und dem Präsidenten; unabhängig überprüfbar sind sie nicht.

Quellen

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