Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:05 DE / UKR / EN

Trump kritisiert NATO nach Ende der Hormus-Blockade

Der frühere US-Präsident Donald Trump hat das nordatlantische Militärbündnis nach der Beendigung der iranischen Blockade der Straße von Hormus scharf angegriffen.

Trump kritisiert NATO nach Ende der Hormus-Blockade
Bild: Pexels

Wie der Merkur berichtet, hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump in einem wütenden Post das nordatlantische Militärbündnis (NATO) kritisiert, nachdem der Iran die Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus beendet hat. Trump forderte demnach, die NATO solle „wegbleiben“ und bezeichnete sie als „nutzlos“. Diese Äußerungen erfolgten im Kontext von Plänen verbündeter Staaten, eine Mission zur Sicherung der Schifffahrtsroute durchzuführen, wobei Trump laut dem Bericht keine Hilfe der NATO wünscht.

Nach Angaben von T-Online wetterte Trump über die NATO und nannte sie einen „Papiertiger“. Diese Charakterisierung unterstreicht seine wiederholte Skepsis gegenüber dem Bündnis, das er während seiner Amtszeit mehrfach in Frage stellte. Die Bundeswehr sei grundsätzlich bereit, an einer solchen Mission teilzunehmen, wie nTV mitteilt. Allerdings stünden Trumps Äußerungen im Widerspruch zu den Planungen der Verbündeten, die eine gemeinsame Operation in der Region erwägen.

Ein Ex-Diplomat riet laut NDR.de dazu, gelassener mit Trumps Äußerungen umzugehen. Diese Einschätzung deutet darauf hin, dass solche Kritik aus Trumps Umfeld nicht ungewöhnlich ist und oft als Teil seiner politischen Rhetorik betrachtet wird. Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, durch die ein erheblicher Teil des globalen Öltransports fließt, was ihre strategische Bedeutung unterstreicht.

Die iranische Blockade hatte zuvor die internationale Schifffahrt beeinträchtigt und Spannungen in der Region erhöht. Mit ihrem Ende entfällt ein unmittelbarer Anlass für militärische Interventionen, doch die Diskussion über die Rolle der NATO in solchen Konflikten bleibt aktuell. Trumps Aussagen reflektieren dabei seine langjährige Position, die auf eine reduzierte Verpflichtung der USA gegenüber dem Bündnis abzielt, und könnten die Debatte über die künftige Ausrichtung der transatlantischen Sicherheitszusammenarbeit beeinflussen.

Insgesamt zeigen die Reaktionen auf Trumps Post, wie seine Äußerungen weiterhin politische Diskussionen anheizen, auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt. Die NATO, ein Verteidigungsbündnis, das seit 1949 besteht, steht regelmäßig im Fokus solcher Kontroversen, insbesondere wenn es um Einsätze außerhalb des klassischen Bündnisgebietes geht. Die Entwicklung in der Straße von Hormus bleibt ein Beobachtungspunkt für internationale Sicherheitsfragen.