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Tschechien: Abgeordnetenhaus lehnt Sudetendeutschen-Treffen ab

Das tschechische Abgeordnetenhaus hat sich gegen das geplante Sudetendeutschen Treffen in Brünn ausgesprochen. Die Entscheidung fiel eine Woche vor dem Event, das vom 22. bis 25. Mai stattfinden soll.

Tschechien: Abgeordnetenhaus lehnt Sudetendeutschen-Treffen ab
Bild: sueddeutsche.de

Das tschechische Abgeordnetenhaus hat am Donnerstag mit den Stimmen der rechten Regierungsparteien eine Entschließung verabschiedet, die sich gegen das geplante Sudetendeutschen Treffen in Brünn richtet. Die Veranstaltung, die vom 22. bis 25. Mai stattfinden soll, wird von der Sudetendeutschen Landsmannschaft organisiert und ist das erste Treffen dieser Art in Tschechien.

Die Entschließung wurde mit 73 Stimmen angenommen, während die Opposition aus Protest geschlossen fernblieb. Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass man trotz der politischen Widerstände an dem Vorhaben festhalte.

Die Entscheidung des Abgeordnetenhauses hat einen hohen politischen Symbolwert, auch wenn sie rechtlich nicht bindend ist. In der Entschließung wird die Relativierung nationalsozialistischer Verbrechen verurteilt und die Veranstalter werden aufgefordert, von ihrem Vorhaben Abstand zu nehmen.

Die Einladung zum Sudetendeutschen Tag kam im Rahmen des Dialogfestivals „Meeting Brno“. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat seine Teilnahme angekündigt. Die politische Debatte um das Treffen zeigt die Spannungen zwischen den verschiedenen politischen Strömungen in Tschechien.