Wie Ukrainska Pravda berichtet, bezeichnete das ukrainische Außenministerium die Stationierung russischer taktischer Atomwaffen in Belarus und die gemeinsamen Atomübungen beider Länder als beispiellose Herausforderung für die globale Sicherheitsarchitektur. Die Diplomaten fordern eine harte, konzertierte Antwort der internationalen Gemeinschaft.
Nach Angaben des Ministeriums verstoßen die gemeinsamen Übungen direkt gegen die Artikel 1 und 2 des Atomwaffensperrvertrags (NPT). Diese verbieten Atomstaaten die Weitergabe der Kontrolle über Massenvernichtungstechnologien und Nicht-Atomstaaten deren Annahme. Indem der Kreml Belarus zu einem nuklearen Brückenkopf an der NATO-Ostflanke mache, legitimiere er faktisch die Verbreitung von Atomwaffen und schaffe einen gefährlichen Präzedenzfall für andere autoritäre Regime.
Das Außenministerium erklärte wörtlich: „Die Militarisierung von Belarus untergräbt nicht nur das Vertrauen in das Völkerrecht, sondern macht Minsk endgültig zum Komplizen der russischen nuklearen Erpressung. Die Arroganz Moskaus und Minsks, die bewusst alle roten Linien des NPT überschritten haben, darf nicht ohne eine harte, konzertierte Antwort und systematische Eindämmung beider Regime durch die euroatlantische Gemeinschaft und die ganze Welt bleiben.“
Eine wirksame Antwort müsse eine drastische Ausweitung der Sanktionen gegen Moskau und Minsk, eine deutliche Aufstockung der Unterstützung für die Ukraine, eine verstärkte Präsenz der Alliierten an der NATO-Ostflanke und eine vertiefte Sicherheitskooperation mit der Ukraine umfassen, so das Ministerium weiter.



