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669 Angriffe auf Region Saporischschja binnen eines Tages

Die russischen Streitkräfte haben binnen eines Tages 669 Mal die Region Saporischschja angegriffen, meldet der Ko-Vorsitzende des regionalen Verteidigungsrats, Iwan Fedorow. 78 Schadensmeldungen liegen vor.

669 Angriffe auf Region Saporischschja binnen eines Tages
Grafik: EuroPulse

Die russischen Streitkräfte haben binnen eines Tages 669 Mal die Region Saporischschja angegriffen, meldet der Ko-Vorsitzende des regionalen Verteidigungsrats, Iwan Fedorow. 78 Schadensmeldungen liegen vor.

Die russischen Streitkräfte haben innerhalb eines Tages 669 Angriffe auf die Region Saporischschja ausgeführt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Ko-Vorsitzenden des regionalen Verteidigungsrats, Iwan Fedorow, der die Angaben am Freitag, 16. Oktober, in seinem Telegram-Kanal veröffentlichte. Demnach registrierten die Behörden 78 Meldungen über beschädigte Wohnhäuser, Autos und Infrastrukturobjekte.

Die Angriffe verteilen sich laut Fedorow auf mehrere Waffengattungen: 29 Luftangriffe, 472 Drohnen unterschiedlicher Bauart – überwiegend FPV-Drohnen –, 16 Beschüsse mit Mehrfachraketenwerfern und 152 Artillerieschläge. Getroffen wurden nach seinen Angaben unter anderem die Stadt Saporischschja selbst sowie Orte wie Komyschuwacha, Kuschuhum, Orichiw, Huljajpilske und Stepnohirsk – insgesamt 48 Ortschaften.

Die Angaben stammen aus der Region und lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Ukrinform gibt keine Opferzahlen für den aktuellen Angriff an.

Was über frühere Angriffe bekannt ist

Erst am 10. Oktober hatte ein russischer Angriff auf Saporischschja nach Angaben der ukrainischen Behörden 15 Menschen das Leben gekostet, darunter drei Kinder; 16 weitere Menschen wurden verletzt, zwei von ihnen Kinder. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb damals auf Facebook, Russland habe „fünf Gleitbomben auf Wohnhäuser in Saporischschja abgeworfen“. In derselben Nacht seien 13 Regionen der Ukraine angegriffen worden, es habe Zerstörungen an Wohngebäuden, Infrastruktur und Eisenbahn gegeben.

Selenskyj verband den Angriff mit der damaligen Entscheidung der USA, Sanktionen gegen russische Dieselexporte zu lockern. „Jede Lockerung der Sanktionen gegen Russland“ ohne ein dauerhaftes Abkommen sei „eine offensichtliche Schwäche“, erklärte er. US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Gespräch mit Kremlchef Wladimir Putin eine Vereinbarung über Lieferungen von Hunderttausenden Tonnen Diesel aus Russland verkündet.

Die Region Saporischschja steht seit Beginn des russischen Angriffskriegs unter Beschuss. Die Angaben zu einzelnen Orten und Waffentypen stammen aus der ukrainischen Regionalverwaltung; eine unabhängige Bestätigung liegt nicht vor.

Quellen

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