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Ukrainischunterricht in einer Stadt unter Beschuss

Seit Russlands umfassender Invasion in der Ukraine im Jahr 2022 ist die Nachfrage nach Ukrainischkursen weltweit gestiegen. Ksenia Golubytska, Gründerin der Language Lab in Kyiv, berichtet von diesem Wandel.

Ukrainischunterricht in einer Stadt unter Beschuss
Bild: static.kyivpost.com

Die Sprachschule Language Lab in Kyiv hat sich seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine zu einem Zentrum für den Ukrainischunterricht entwickelt. Ksenia Golubytska, die Gründerin der Schule, beobachtet einen signifikanten Anstieg der Anfragen von internationalen Studierenden, die Ukrainisch lernen möchten. Vor der Invasion entschieden sich viele Ausländer in Kyiv, Russisch zu lernen, da es als praktischer galt. Doch nach dem Überfall änderte sich dies schlagartig.

„Direkt nach Beginn der umfassenden Invasion erhielten wir fast ausschließlich Anfragen für Ukrainisch“, erklärt Golubytska. „Es fühlte sich wie eine natürliche und bedeutungsvolle Veränderung an. Viele unserer Studierenden sagten, sie wollten Respekt und Solidarität mit den Ukrainern zeigen.“ Diese Entwicklung hat auch die Reaktionen der Einheimischen beeinflusst, die offener und einladender wurden.

Golubytska, die zuvor als Englischlehrerin in Donetsk tätig war, beschreibt die Gründung ihrer Schule als unerwartete Herausforderung. „Ich dachte, ich könnte weniger arbeiten, aber nach der Gründung von Language Lab musste ich viel mehr arbeiten“, sagt sie. Die Schule bietet nicht nur Online-Kurse an, sondern ist auch ein Symbol für den kulturellen Überlebenswillen inmitten des Krieges.

Die Nachfrage nach Ukrainischkursen spiegelt nicht nur ein Interesse an der Sprache wider, sondern auch ein starkes Gefühl der Solidarität mit der Ukraine. Die Schüler kommen aus verschiedenen Teilen der Welt und zeigen damit, dass die ukrainische Kultur und Identität in diesen schwierigen Zeiten von großer Bedeutung sind.