Selenskyj erklärte, Europa müsse in den Gesprächen eine starke Stimme haben. „Es lohnt sich zu bestimmen, wer Europa konkret vertreten wird“, sagte er. Die EU habe zwar mehrere Präsidenten – der Kommission, des Rates, des Parlaments –, aber keine einzelne Führungsfigur für schwierige Verhandlungen mit Moskau.
Putin hatte den früheren deutschen Kanzler Gerhard Schröder vorgeschlagen, der enge Verbindungen zu Russland pflegt. Dieser Vorschlag wurde umgehend zurückgewiesen. Europa müsse nun selbst überlegen, wer seine Interessen vertreten könne, so Selenskyj.
Unterdessen setzte die Ukraine ihre Angriffe auf strategische Ziele in Russland fort, darunter in Moskau. Dabei kamen mindestens vier Menschen ums Leben. Selenskyj nannte die Schläge „vollkommen gerechtfertigt“ und sagte, sie seien eine Antwort auf die Verlängerung des Krieges durch Russland.
In der Nacht griff Russland erneut an – mit über 500 Drohnen und 20 Raketen. Selenskyj forderte Europa auf, alles Mögliche zu tun, um zuverlässigen Schutz dagegen zu gewährleisten.



