So., 07 Juni 2026 Berlin 00:49 DE / UKR / EN

Russische Propagandisten räumen technologische Unterlegenheit bei Drohnenabwehr ein

Nach dem bislang größten ukrainischen Drohnenangriff auf die Region Moskau am 17. Mai räumen russische Propagandisten offen ein, dass Russland in der Drohnenabwehr technologisch hinter der Ukraine zurückliegt. Wie 24tv berichtet, erklärte der Propagandablogger Andrij Klintsewitsch, Moskau könne schon bald nicht mehr alle ukrainischen Drohnen abwehren.

Russische Propagandisten räumen technologische Unterlegenheit bei Drohnenabwehr ein
Bild: 24tv.ua

Der Angriff am 17. Mai war der massivste Drohnenangriff auf die Region Moskau seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Ukrainische Drohnen trafen Ziele in 18 russischen Regionen, darunter Einrichtungen der Rüstungsindustrie. Der russische Propagandablogger Andrij Klintsewitsch räumte daraufhin ein, dass Russland in den „technologischen Wettrüsten“ zurückfalle.

Klintsewitsch erklärte, die Ukraine werde bis zum Herbst in der Lage sein, bis zu tausend Drohnen pro Tag einzusetzen. Russland produziere nicht genug Flugabwehrraketen, um eine solche Menge abzufangen. Zudem seien die russischen Luftabwehrsysteme nie für die Abwehr großer Schwärme billiger Drohnen ausgelegt worden, deren Kosten weit unter denen einer einzelnen Abwehrrakete lägen.

Der Politologe Ihor Tschalenko sagte gegenüber 24tv, der Angriff auf Moskau habe eine komplexe Wirkung, die über das rein Militärische hinausgehe. Er erzeuge zugleich einen informationellen und politischen Effekt, der die weitere Dynamik des Krieges beeinflussen werde. Russland werde schwächer, das Regime von Kremlchef Wladimir Putin zerfalle.

Quelle: 24tv.ua