Litauen hat am Mittwoch den Luftalarm aufgehoben, nachdem mutmaßliche Drohnen aus Belarus abgedreht waren. Die Behörden hatten zuvor die Bevölkerung in der Hauptstadt Vilnius aufgefordert, Schutz zu suchen, und den Flughafen vorübergehend geschlossen. Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag, nachdem die NATO über Estland eine mutmaßlich verirrte ukrainische Drohne abgeschossen hatte.
NATO-Generalsekretär Mark Rutte betonte bei einem Treffen in Schweden die veränderte Sicherheitslage in Europa. Schweden war 2024 dem Bündnis beigetreten. „Das sagt eine Menge darüber aus, wie grundlegend sich unsere Sicherheitsumgebung verändert hat, insbesondere in Europa“, erklärte Rutte. „Sie ist gefährlicher, sie ist umkämpfter, und das macht es umso wichtiger, dass die NATO-Verbündeten zusammenarbeiten, um unsere Freiheit und Sicherheit zu schützen.“
Die jüngsten Zwischenfälle verdeutlichen die angespannte Lage an der NATO-Ostflanke. Litauen und Estland grenzen an Belarus, einen engen Verbündeten Russlands, sowie an die russische Exklave Kaliningrad. Die baltischen Staaten haben ihre Luftraumüberwachung seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine verstärkt.
Quelle: www.theguardian.com



