Wie der Spiegel berichtet, handelt es sich bei den Beschuldigten um einen 51-Jährigen und einen 20-Jährigen, die nach Behördenangaben nicht miteinander in Verbindung stehen. Ihnen wird vorgeworfen, KI-generierte Bilder erstellt und online geteilt zu haben, die Millionen von Aufrufen erzielten. Die Anklage ist eine der ersten auf Grundlage des sogenannten „Take It Down Act“, der im vergangenen Jahr verabschiedet wurde.
Das Gesetz stellt nicht nur die Veröffentlichung von KI-Deepfakes unter strengere Strafen, sondern auch sogenannte Rachepornos. Es fand parteiübergreifende Unterstützung. Staatsanwalt Joseph Nocella erklärte, die beiden hätten „modernste digitale Technologie eingesetzt, um Bilder zu erstellen, die Dutzende Frauen erniedrigten und missbrauchten“. Der Fall zeige, dass Deepfake-Pornografie kein Kavaliersdelikt sei.
Erst im vergangenen Monat war ein Mann aus Ohio als erste Person verurteilt worden, die sich schuldig bekannte, KI zur Erzeugung von Material mit sexuellem Kindesmissbrauch genutzt zu haben. In Europa gilt die EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, die auch „Cybergewalt“ wie die nicht einvernehmliche Weitergabe intimer Bilder verbietet. Deutschland hat die Richtlinie noch nicht in nationales Recht umgesetzt, muss dies aber bis Sommer 2026 tun. Justizministerin Stefanie Hubig (SPD) kündigte im März entsprechende Verschärfungen an.
Quelle: www.spiegel.de



