Die widersprüchlichen Signale aus Washington und Teheran reißen nicht ab. US-Außenminister Marco Rubio erklärte, man habe auf dem Weg zu einem Abkommen mit Iran Fortschritte erzielt, auch wenn noch viel Arbeit bevorstehe. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums betonte dagegen, die Differenzen zwischen beiden Seiten seien weiterhin tiefgreifend. Das berichtet der „Spiegel“ unter Berufung auf mehrere US-Medien.
Laut übereinstimmenden Berichten des Portals „Axios“ und des TV-Senders CBS hat US-Präsident Donald Trump am Freitagmorgen (Ortszeit) mit seinen engsten Beratern getagt, darunter Verteidigungsminister Pete Hegseth. Trump erwäge ernsthaft neue Angriffe auf Iran, sollte es bei den Verhandlungen keinen Durchbruch geben. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, doch hochrangige Vertreter von Geheimdienst und Militär hätten ihre Planungen für das verlängerte Wochenende angepasst und hielten sich für mögliche Schläge bereit, so CBS.
Trump selbst sagte die Teilnahme an der Hochzeit seines ältesten Sohnes Donald Trump Jr. ab. Auf Truth Social schrieb er: „Ich halte es für wichtig, während dieser wichtigen Zeit in Washington, D.C., im Weißen Haus, zu bleiben.“ Welche „wichtige Zeit“ genau gemeint sei, ließ Trump offen. Zuvor hatte er mit Blick auf die Hochzeit gesagt, dies sei „kein gutes Timing“ – er habe „diese Sache namens Iran und andere Dinge“.
Der kommende Montag ist in den USA der Memorial Day, ein Feiertag zu Ehren der gefallenen US-Soldaten. Ob es an diesem Tag zu Angriffen kommen könnte, ist unklar. Die pakistanischen Vermittler in Teheran versuchen derweil, eine Eskalation zu verhindern. EuroPulse berichtete am 22. Mai 2026 über eine Umfrage, wonach zwei Drittel der US-Bürger Trump zu sehr auf Abschiebungen fokussiert sehen (https://europulse.today/umfrage-trump-wirtschaft-abschiebungen-iran/).
Quelle: www.spiegel.de



