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Albanese verteidigt Steuerreform unter Tränen

Der australische Anthony Albanese hat die geplanten Steueränderungen seiner Labour-Regierung leidenschaftlich verteidigt – sichtlich emotional. Die Reformen betreffen Abschreibungen, Kapitalertragssteuer und Familientrusts.

Albanese verteidigt Steuerreform unter Tränen
Bild: i.guim.co.uk

Wie der Guardian berichtet, zeigte sich Anthony Albanese am Samstag auf dem Landesparteitag der Labour-Partei in Victoria sichtlich bewegt, als er die umstrittenen Steueränderungen seiner Regierung rechtfertigte. Die im Bundeshaushalt der vergangenen Woche angekündigten Reformen sehen vor, die Abschreibung von Verlusten aus Immobilieninvestitionen (Negative Gearing) auf Neubauten zu beschränken, bestehende Immobilien jedoch zu schützen. Zudem soll die Berechnung der Kapitalertragssteuer (CGT) geändert und eine Mindeststeuer von 30 Prozent auf diskretionäre Trusts eingeführt werden.

Albanese sagte, er werde „nicht zulassen, dass Australien ein Land wird, in dem Aufstiegsstreben nur für einige möglich ist“. Er betonte, die Reformen seien „das Richtige, nicht das Einfache“ und würden den Wohnungsmarkt zugunsten von Erstkäufern statt Immobilienspekulanten neu ausrichten. Jeden Samstag würden junge Menschen bei Auktionen „den Kürzeren ziehen“, weil sie gegen Investoren böten, die „den australischen Steuerzahler auf ihrer Seite hätten“. „Wegen der bestehenden Steuervergünstigungen ist das kein fairer Wettbewerb“, so Albanese.

Die Kritik an den Plänen reißt nicht ab. Der Guardian berichtet, dass selbst Abgeordnete der Labour-Partei befürchten, die Reformen könnten eine „Angstkampagne“ auslösen, die „außer Kontrolle gerate“, falls Albanese und Jim Chalmers die Änderungen nicht klarer erklärten. Die Regierung steht unter Druck, die wirtschaftlichen Auswirkungen der Reformen zu präzisieren.

Quelle: www.theguardian.com