Der 79. Filmfestival in Cannes begann mit wenig Staraufgebot, langen Filmen und kaltem Wind. Dennoch rückte die Ukraine in den Fokus: Wie die BBC berichtet, war der russische Angriffskrieg nicht nur bei ukrainischen Vorführungen Thema, sondern auch in vielen anderen Filmen als Hintergrund präsent.
Russische Filmemacher brachten nach eigenen Angaben einen „antikriegsfilm“ mit, vermieden jedoch das Wort „Krieg“. Für die Ukraine war der Höhepunkt die Premiere des Spielfilms „Vesna“ (Frühling) über das Leben von Ukrainern in der Besatzung. Der Film lief in der Nebensektion „Spezialvorführung“ und war innerhalb weniger Minuten ausverkauft.
„Vesna“, eine Koproduktion aus Frankreich, Litauen und Estland, erzählt die Geschichte eines Priesters, der die Leichen von Menschen bestattet, die von Russen in einer besetzten Kleinstadt getötet wurden. Nach der Vorführung fragten Franzosen die Journalistin, ob Russen tatsächlich die Leichen ihrer eigenen Soldaten verbrennen, um Zahlungen an Angehörige zu vermeiden – eine Szene, die der Film zeigt.
Quelle: www.bbc.com



