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Iran: Internetzugang wird zum Luxus für wenige Privilegierte

Wie die Deutsche Welle berichtet, gewährt der Iran nur noch einem kleinen Kreis genehmigter Nutzer privilegierten Internetzugang, während die breite Bevölkerung seit über 60 Tagen von einer landesweiten Sperre betroffen ist.

Iran: Internetzugang wird zum Luxus für wenige Privilegierte
Bild: static.dw.com

Die iranische Regierung schränkt den Internetzugang für die Bevölkerung massiv ein und macht ihn zunehmend zu einem Privileg für wenige. Wie die Deutsche Welle berichtet, sind mehr als 60 Tage nach Beginn einer der längsten Abschaltungen der Landesgeschichte die meisten Menschen weiterhin offline. Statt einer pauschalen Sperre setzen die Behörden nun auf ein System, das auswählt, wer Zugang erhält.

Neben einer nicht veröffentlichten Whitelist für regime-nahe Personen und Influencer haben die Behörden ein System namens „Internet Pro“ eingeführt. Die Regierung in Teheran bestreitet nicht, dass ausgewählte Nutzer online bleiben dürfen – die genaue Zahl der Berechtigten ist jedoch unbekannt. Die Maßnahmen folgen auf Jahre zunehmender Kontrolle nach wiederholten Unruhen, darunter die Proteste nach dem Tod von Mahsa Amini im Jahr 2022 und eine tödliche Niederschlagung Anfang 2026.

Abbas Araghtschi begründete die Abschaltung im Januar mit „terroristischen Operationen“ aus dem Ausland. Die von den USA und Israel am 28. Februar erklärte Kriegshandlungen verschärften die Kontrollen zusätzlich. Die Überwachungsgruppe NetBlocks stellte April fest, dass Regimevertreter und genehmigte Influencer weiterhin ungehindert in sozialen Medien posten, während 90 Millionen Iraner faktisch zum Schweigen gebracht wurden.

Quelle: www.dw.com