Die Charta wurde am Sonntag bei einer Gemeinschaftsveranstaltung auf dem Hay-on-Wye Literaturfestival gefeiert. Sie umfasst das Recht auf Fließen, auf Artenvielfalt, auf Freiheit von Verschmutzung, auf Unterstützung durch einen gesunden Einzugsbereich, auf Regeneration sowie das Recht auf Vertretung. Aktivisten bezeichnen die Anerkennung als „bedeutenden Schritt“ zum Schutz und zur Wiederherstellung eines der beliebtesten Flüsse Großbritanniens.
Der River Wye fließt von den Cambrian Mountains in Wales bis nach Chepstow an der Grenze zu England und mündet in den Bristol Channel. In den vergangenen Jahren hat die intensive Landwirtschaft, insbesondere die Hähnchenmast, zu massiven Algenblüten und einem drastischen Rückgang der Wasserqualität geführt. Umweltschutzorganisationen hatten wiederholt rechtliche Schritte gegen die Verschmutzung eingeleitet.
Die Charta ist rechtlich nicht bindend, soll aber als moralischer und politischer Kompass für künftige Entscheidungen von Behörden, Landbesitzern und Unternehmen dienen. Die Idee stammt aus der internationalen „Rights of Nature“-Bewegung, die Ökosystemen einen eigenen Rechtsstatus verleiht – ähnlich wie bei Flüssen in Neuseeland, Ecuador oder Indien.
Quelle: www.theguardian.com



