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SPD-Fraktion lehnt pauschale Kürzungen beim Elterngeld ab

Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich gegen pauschale Einsparungen beim Elterngeld gewandt. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf die familienpolitische Vizefraktionschefin Dagmar Schmidt.

SPD-Fraktion lehnt pauschale Kürzungen beim Elterngeld ab
Bild: cdn.prod.www.spiegel.de

Die SPD-Bundestagsfraktion hat sich gegen pauschale Einsparungen beim Elterngeld gewandt. Das berichtet der Spiegel unter Berufung auf die familienpolitische Vizefraktionschefin Dagmar Schmidt.

„Familienpolitik darf kein Steinbruch für kurzfristige Haushaltskonsolidierung sein, sondern muss verlässlich und planbar bleiben“, sagte die SPD-Vizefraktionschefin Dagmar Schmidt dem Spiegel. Schmidt, die für Familienpolitik zuständig ist, betonte: „Pauschale Kürzungen gilt es auf jeden Fall zu vermeiden.“ Ihre Kritik richtet sich an Familienministerin Karin Prien (CDU), die eine halbe Milliarde Euro einsparen muss – praktisch nur beim Elterngeld, dem größten Posten ihres Etats mit 7,5 Milliarden Euro.

Doch Schmidts Worte treffen auch den eigenen Finanzminister Lars Klingbeil (SPD). Er hatte Prien zu Milliarden-Einsparungen verpflichtet, um Haushaltslöcher zu stopfen. Im Haushaltsentwurf 2027 sind bereits 350 Millionen Euro weniger für das Elterngeld vorgesehen. Prien hofft, diese Summe automatisch durch sinkende Geburtenzahlen zu erreichen – das Finanzministerium zweifelt jedoch an der Realisierbarkeit. Zudem habe Prien diese Einsparung bereits im April eingeplant, heißt es aus SPD-Kreisen; nun seien weitere Kürzungen nötig.

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann warnte am Donnerstag: „Finger weg vom Elterngeld!“ In der SPD sieht man darin eine Breitseite gegen Klingbeil, da der Sparvorschlag beim Koalitionsausschuss gemeinsam beschlossen worden sei. Die Genossen werfen der Union Scheinheiligkeit vor: Sie rede ständig von Subventionskürzungen, ziehe aber bei konkreten Maßnahmen zurück.

EuroPulse berichtete am 20. Mai 2026 über die Regierungsbefragung von Klingbeil und Hubertz im Bundestag (https://europulse.today/regierungsbefragung-klingbeil-hubertz-bundestag/).

Quelle: www.spiegel.de