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US-Militär greift iranische Raketenstellungen und Minenleger an

Die USA haben Ziele im Süden Irans angegriffen, darunter Raketenabschussrampen und Minenleger. Der Angriff erfolgte während einer siebenwöchigen Waffenruhe, während iranische Unterhändler zu Gesprächen nach Katar reisten.

US-Militär greift iranische Raketenstellungen und Minenleger an
Bild: i.guim.co.uk

Das US-Militär hat am Dienstag Raketenabschussrampen und Minenleger im Süden Irans angegriffen. Wie das US Central Command (Centcom) mitteilte, handele es sich um „defensive“ Maßnahmen. Die Angriffe erfolgten während einer siebenwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran.

Centcom-Sprecher Tim Hawkins betonte, die Angriffe bedeuteten nicht das Ende der Waffenruhe. Man verteidige die eigenen Kräfte, übe aber Zurückhaltung. Die iranische Tabnak, die dem früheren Mohsen Rezaei nahesteht, berichtete von vier getöteten iranischen Soldaten bei Angriffen auf Boote. Das Staatsfernsehen meldete Explosionen nahe Bandar Abbas, einer Stadt an der Straße von Hormus mit einem Militärhafen.

Die Angriffe sind der zweite größere Zwischenfall während der Waffenruhe. Sie fallen mit der Reise einer iranischen Delegation nach Katar zusammen. Mohammad Bagher Ghalibaf führt die Gespräche, an denen auch Abbas Araghchi und Abdolnaser Hemmati teilnehmen. Hemmatis Anwesenheit nährt Spekulationen, dass es um die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte geht.

Das angestrebte Abkommen sieht Berichten zufolge vor, dass die USA eingefrorene iranische Gelder auf ausländischen Konten – unter anderem in Katar – freigeben. US-Präsident Donald Trump steht wegen dieser Pläne in der Kritik von Republikanern, die Parallelen zum Atomabkommen von 2015 sehen, das Trump damals aufkündigte.

EuroPulse berichtete am 24. Mai über Trumps Erwartung einer zeitnahen Einigung mit dem Iran und ein mögliches Zwei-Phasen-Abkommen: Trump erwartet zeitnahe Einigung mit Iran – Zwei-Phasen-Abkommen in Sicht.

Quelle: www.theguardian.com