Sa., 06 Juni 2026 Berlin 23:58 DE / UKR / EN

Bondi-Massaker: Polizei mit Pistolen gegen Sturmgewehre unterlegen

Beim Terrorangriff am Bondi Beach am 14. Dezember waren Polizisten mit 9-mm-Glock-Pistolen gegen Angreifer mit Langwaffen im Nachteil, wie der stellvertretende Polizeichef von New South Wales, David Hudson, vor der Royal Commission on Antisemitism and Social Cohesion aussagte.

Bondi-Massaker: Polizei mit Pistolen gegen Sturmgewehre unterlegen
Bild: i.guim.co.uk

Wie der Guardian berichtet, sagte David Hudson, stellvertretender Polizeichef des New South Wales (NSW), vor der Royal Commission on Antisemitism and Social Cohesion aus, dass die Beamten am 14. Dezember „einem erheblichen Risiko ausgesetzt waren, da sie mit 9-mm-Glocks gegen Langwaffen in eine Schießerei verwickelt waren“. Die Polizisten hätten sich in Gefahr begeben, um die Angreifer zu stellen und auszuschalten.

Hudson räumte ein, dass ein Plan zur Aufstellung einer bewaffneten Einsatztruppe von 210 Beamten mit Langwaffen zwar „beschleunigt“ worden sei, aber noch mindestens zwölf Monate dauern werde, bis die Einheit vollständig besetzt sei. Die Polizeigewerkschaft von NSW hatte nach dem Anschlag bei der Polizeiführung und der Regierung darauf gedrängt, Beamte konsequenter mit Langwaffen auszurüsten.

Der Angriff am Bondi Beach, bei dem mehrere Menschen getötet wurden, hatte eine landesweite Debatte über die Ausrüstung der Polizei ausgelöst. Die Royal Commission untersucht neben dem Polizeieinsatz auch antisemitische Vorfälle und den gesellschaftlichen Zusammenhalt in Australien.

Quelle: www.theguardian.com