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Australien verklagt 3M auf Rekordsumme wegen PFAS-Verseuchung

Die australische Regierung hat den US-Konzern 3M auf Schadensersatz in Höhe von mehr als zwei Milliarden australischen Dollar (1,4 Milliarden US-Dollar) verklagt. Grund ist die Verseuchung von Militärstützpunkten mit giftigen PFAS-Chemikalien aus Löschschaum.

Australien verklagt 3M auf Rekordsumme wegen PFAS-Verseuchung
Bild: i.guim.co.uk

Wie der britische Guardian berichtet, reichte die australische Regierung am Donnerstag beim Bundesgericht Klage gegen den US-Mischkonzern 3M ein. Es handelt sich um die höchste Schadensersatzforderung, die je von der australischen Bundesregierung geltend gemacht wurde.

Michelle Rowland erklärte, der Einsatz von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) in Feuerlöschschäumen habe erhebliche Umwelt- und wirtschaftliche Schäden verursacht. Die als „Ewigkeitschemikalien“ bekannten Stoffe reichern sich in der Umwelt an und gelten als gesundheitsschädlich.

Die Klage betrifft die Kontamination mehrerer Verteidigungsstützpunkte. Die australischen Streitkräfte hatten jahrzehntelang PFAS-haltige Löschschäume verwendet, ohne die langfristigen Folgen zu kennen. Die Chemikalien gelangten ins Grundwasser und verseuchten weite Landstriche.

3M hatte bereits in den USA milliardenschwere Vergleiche wegen PFAS-Schäden geschlossen. Der Konzern kündigte an, die Produktion der Stoffe bis Ende 2025 einzustellen. Die australische Klage ist die erste ihrer Art gegen 3M auf dem Kontinent.

Quelle: www.theguardian.com