Wie die Nachrichtenagentur Associated Press (AP) in einer Untersuchung berichtet, ist die Zahl der Suizide unter Häftlingen der US-Einwanderungsbehörde Immigration and Customs Enforcement (ICE) auf ein Rekordniveau gestiegen. Die Recherche deckt ein systemisches Versagen auf, das Kritiker auf die verschärfte Einwanderungspolitik des früheren US-Präsidenten Donald Trump zurückführen.
Ein besonders tragischer Fall ist der des Brayan Rayo Garzon. Er befand sich in einem Gefängnis im Missouri in Isolation, als er an den Symptomen von Covid-19 litt. Laut AP-Akten war er vier Tage lang isoliert, ohne Zugang zu psychologischer Behandlung, die er beantragt hatte. Das Personal untersagte ihm zudem, seine Mutter anzurufen, um eine Ausbreitung der Krankheit zu verhindern.
Die AP-Erhebung zeigt, dass die Suizidrate unter ICE-Häftlingen in den letzten Jahren drastisch angestiegen ist. Menschenrechtsorganisationen und Anwälte kritisieren die Haftbedingungen und die mangelnde psychosoziale Betreuung in den Einrichtungen. Sie werfen der Behörde vor, die Grundrechte der Inhaftierten zu missachten.
Der Fall von Rayo Garzon steht exemplarisch für eine Reihe von Vorfällen, bei denen Häftlinge in Isolation gerieten und keine angemessene medizinische oder psychologische Hilfe erhielten. Die AP beruft sich auf interne Dokumente und Interviews mit ehemaligen Häftlingen und Mitarbeitern.
Die Trump-Administration hatte die Einwanderungspolitik massiv verschärft und die Zahl der Abschiebungen erhöht. Kritiker sehen einen direkten Zusammenhang zwischen dieser Politik und der Verschlechterung der Haftbedingungen. Die ICE-Behörde selbst hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.
EuroPulse berichtete am 28. Mai 2026 über Trumps Drohungen gegen den Iran, die ebenfalls Teil seiner aggressiven Außenpolitik waren: Trump droht Iran: USA könnten „den Job beenden“.
Quelle: www.theguardian.com



