Der 52-jährige Christian Castro wird der Körperverletzung und der falschen Meldung einer Straftat beschuldigt. Die Vorwürfe beziehen sich auf einen nicht tödlichen Schusswaffengebrauch gegen Julio Cesar Sosa Celis im Zuge der groß angelegten Einwanderungsrazzia „Operation Metro Surge“ in Minnesota. Videoaufnahmen des Vorfalls, die im vergangenen Monat veröffentlicht wurden, stellen die Darstellung der beteiligten ICE-Agenten infrage.
Die Festnahme erfolgte durch das staatliche Büro für kriminelle Ermittlungen in Minnesota in Zusammenarbeit mit dem Inspektorat des Heimatschutzministeriums (DHS) und den Texas Rangers. Die Bezirksstaatsanwältin von Hennepin County, Mary Moriarty, erklärte: „Die heutige Festnahme ist ein entscheidender Schritt vorwärts in unserer Strafverfolgung gegen Castro.“
Castro ist der zweite Bundesbeamte, der im Zusammenhang mit der Minnesota-Razzia angeklagt wird. ICE-Direktor Todd Lyons hatte zuvor eingeräumt, dass zwei Agenten über die Umstände der Schießerei gelogen hätten. Die Anklage auf Betreiben lokaler Staatsanwälte gilt als seltenes Beispiel für Rechenschaftspflicht innerhalb der Behörde, die in den vergangenen Jahren durch tödliche Schüsse, das Tragen von Masken und den Einsatz von Gummigeschossen gegen Demonstranten aufgefallen war.
Quelle: www.theguardian.com



