Die Bürger Kolumbiens sind am Sonntag zur Wahlurne gerufen, um in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl ihre Stimme abzugeben. Die Kandidaten vertreten laut Guardian grundlegend unterschiedliche Vorstellungen davon, wie der Frieden in dem von jahrzehntelangen bewaffneten Konflikten gezeichneten Land weiterentwickelt werden soll.
Die Wahl findet genau zehn Jahre nach der Unterzeichnung des historischen Friedensabkommens mit den Guerilleros der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (Farc) statt. Sie wird weithin als Abstimmung über die Politik des amtierenden Gustavo Petro angesehen, der 2022 als erster linker Präsident des Landes vereidigt wurde.
Petro, ein ehemaliger Guerillakämpfer, hatte den Friedensprozess zu einem zentralen Pfeiler seiner Regierung gemacht. Seine Kritiker werfen ihm vor, zu nachgiebig gegenüber ehemaligen Kämpfern zu sein, während seine Anhänger betonen, dass das Abkommen die Gewalt im Land deutlich reduziert habe.
Die Wahl findet vor dem Hintergrund anhaltender Sicherheitsprobleme statt. In den Tagen vor der Abstimmung kamen bei Zusammenstößen zwischen bewaffneten Gruppen und Sicherheitskräften Dutzende Menschen ums Leben, wie lokale Medien berichteten. Die Behörden haben die Sicherheitsvorkehrungen an den Wahllokalen verstärkt.
Quelle: www.theguardian.com



