Sa., 06 Juni 2026 Berlin 22:20 DE / UKR / EN

Russische Luftangriffe auf Kyiv, Dnipro und Charkiw: mindestens fünf Tote

Bei russischen Luftangriffen auf Kyiv, Dnipro und Charkiw sind in der Nacht zum Dienstag mindestens fünf Menschen getötet und Dutzende verletzt worden, wie The Guardian unter Berufung auf ukrainische Behörden berichtet.

Russische Luftangriffe auf Kyiv, Dnipro und Charkiw: mindestens fünf Tote
Bild: i.guim.co.uk

Russland hat in der Nacht zum Dienstag mehrere ukrainische Großstädte mit Raketen und Drohnen angegriffen. Wie The Guardian berichtet, wurden in Kyiv, Dnipro und Charkiw mindestens fünf Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt. Die Angriffe erfolgten, nachdem Präsident Wolodymyr Selenskyj am Montag vor einem möglichen „massiven Schlag“ gewarnt hatte.

Im östlichen Dnipro kamen nach Angaben von Gouverneur Oleksandr Hanzha vier Menschen ums Leben, 16 weitere wurden verletzt. Alle Verletzten kamen ins Krankenhaus. Hanzha veröffentlichte Bilder von schwer beschädigten Wohnhäusern, ausgebrannten Fahrzeugen und einem zerstörten Kinderspielplatz.

In der Kyiv starb mindestens ein Mensch, 29 weitere wurden verletzt, teilte Tymur Tkachenko, Chef der Militärverwaltung, mit. Ein mutmaßlicher Raketentreffer auf ein 24-stöckiges Wohnhaus ließ das Gebäude teilweise einstürzen. Bürgermeister Vitali Klitschko erklärte, es seien wahrscheinlich Menschen unter den Trümmern eingeschlossen. Auch ein neunstöckiges Wohnhaus geriet in Brand. „Im Obolon brennen Autos, die von Raketentrümmern getroffen wurden. Es gibt Brände an zwei Stellen im Freien, darunter in der Nähe eines Kindergartens“, so Klitschko.

Tausende Einwohner Kyviws suchten Schutz in U-Bahn-Stationen und anderen Bunkern, nachdem am frühen Dienstag landesweit Luftalarm ausgelöst worden war. Selenskyj hatte am Montag in seiner abendlichen Videoansprache die Warnungen vor einem möglichen Großangriff bekräftigt: „Die Geheimdiensthinweise auf russische Angriffe bleiben bestehen. Ein massiver Schlag ist möglich, sie haben einen vorbereitet. Unsere Verteidiger sind rund um die Uhr so gut wie möglich mit den derzeit verfügbaren Mitteln bereit.“

Quelle: www.theguardian.com