Deutsch-französische Gymnasien stehen vor einer grundlegenden Modernisierung. Die Bundesregierung will die besonderen Schulen mit einem neuen Abkommen zukunftsfest machen und an aktuelle Bildungsstandards anpassen.
zur Anpassung von Kraftstoffpreisen und zur Änderung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen
Bundestag — Deutscher Bundestag
Das Bundeskabinett hat den entsprechenden Gesetzentwurf beschlossen, wie die Bundesregierung auf ihrer Website mitteilte. Kern der Reform ist die Anpassung des Abkommens über die deutsch-französischen Gymnasien und das binationale Abitur. Diese Schulen vergeben seit Jahrzehnten einen Abschluss, der in beiden Ländern anerkannt wird.
Bisherige Regelungen stammen aus einer Zeit, als digitale Bildung und internationale Mobilität noch nicht im heutigen Ausmaß relevant waren. Die geplante Neufassung soll die Schulen besser für moderne pädagogische Ansätze und die wachsende Nachfrage nach bilingualer Bildung aufstellen.
Für Familien bedeutet dies mehr Planungssicherheit. Die Reform stärkt den besonderen Status dieser Bildungseinrichtungen, die als Leuchttürme der deutsch-französischen Freundschaft gelten. Schüler profitieren von klaren Rahmenbedingungen für ihren besonderen Bildungsweg.
Die Anpassung kommt zu einem symbolträchtigen Zeitpunkt. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte erst kürzlich den französischen Außenminister Stéphane Séjourné im Bundeskanzleramt empfangen, wie die Bundesregierung berichtete. Die Bildungszusammenarbeit bleibt damit ein zentrales Element der bilateralen Beziehungen.
Nun geht der Gesetzentwurf in die parlamentarischen Beratungen. Bundestag und Bundesrat müssen dem Abkommen noch zustimmen, bevor es in Kraft treten kann. Experten erwarten, dass die Modernisierung den Schulen hilft, im europäischen Bildungsraum wettbewerbsfähig zu bleiben.



