Die AfD will Deutschlands Energiepolitik auf den Kopf stellen. Mit einem Antrag im Bundestag fordert die Fraktion eine Rückkehr zur Kernkraft und die Korrektur des beschlossenen Atomausstiegs.
Am Donnerstag, dem 19. März 2026, legt die AfD-Fraktion erstmals ihren Antrag mit dem Titel „Wieder in die Kernkraft einsteigen und strategische Fehler korrigieren“ vor. Das Dokument trägt die Nummer 21/4749 und soll nach der ersten Beratung an den federführenden Ausschuss für Wirtschaft und Energie überwiesen werden.
Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Deutschland weiterhin mit den Folgen des Atomausstiegs ringt. Der Rückbau des Atomkraftwerks Emsland im niedersächsischen Lingen soll erst Mitte der 2030er Jahre abgeschlossen sein – ein Prozess, der Milliarden kostet und Jahrzehnte in Anspruch nimmt.
Für Verbraucher ist die Debatte relevant, weil die Energieversorgungssicherheit und Strompreise direkt von solchen politischen Entscheidungen abhängen. Die AfD argumentiert laut ihrem Antrag, dass der Atomausstieg ein strategischer Fehler war, der korrigiert werden müsse.
Politische Beobachter rechnen allerdings nicht mit einer Mehrheit für den Vorstoß. Die Regierungskoalition und große Teile der Opposition halten am Atomausstieg fest. Dennoch zeigt der Antrag, wie kontrovers die Energiepolitik in Deutschland bleibt.
Was als nächster Schritt folgt, ist klar: Nach der ersten Lesung im Plenum wird der Wirtschaftsausschuss sich mit dem Thema befassen. Dort dürfte die Diskussion über Kosten, Sicherheit und Alternativen zur Kernkraft neu entfacht werden.
Für Deutschland geht es dabei um grundsätzliche Fragen: Wie sicher ist die Energieversorgung ohne Atomkraft? Sind erneuerbare Energien allein ausreichend? Und welche Rolle soll Kernenergie in der europäischen Nachbarschaft spielen? Die AfD hat diese Debatte mit ihrem Antrag erneut auf die Tagesordnung gesetzt.



