Die israelische Armee griff am Sonntag die südlichen Vororte Beiruts an. Ziel waren nach israelischen Angaben „Terrorhauptquartiere“ der Hisbollah. Nach ersten Angaben der libanesischen Staatsagentur kamen zwei Menschen ums Leben, elf weitere wurden verletzt. Die Angriffe trafen zwei Wohnungen in zwei getrennten Gebäuden.
Es ist der schwerste militärische Schlag gegen die Hisbollah seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Mitte April. Die Vereinbarung hatte die Kämpfe zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Miliz vorübergehend gestoppt. Der neue Angriff droht die fragile Ruhe zu zerstören.
Der frühere US-Präsident Donald Trump erklärte, er werde nicht verlangen, dass der Libanon in ein künftiges Waffenstillstandsabkommen einbezogen werde. Die Aussage fällt in eine Phase, in der die USA eine Vermittlerrolle im Nahen Osten anstreben. Trumps Haltung könnte die Position der libanesischen Regierung schwächen.
Die Hisbollah hat sich bislang nicht zu den Angriffen geäußert. Die libanesische Regierung verurteilte die Luftschläge als Verletzung der Souveränität. Internationale Vermittler, darunter die USA und Frankreich, bemühen sich um eine Deeskalation.
EuroPulse berichtete am 6. Juni über Trumps Betrugsvorwürfe bei der kalifornischen Stimmenauszählung (europulse.today/kalifornien-stimmenauszaehlung-trump-betrugsvorwuerfe).
Quelle: www.theguardian.com



