Wie das Institute for the Study of War (ISW) berichtet, haben die ukrainischen Streitkräfte durch gezielte Angriffe auf mehrere Brücken und Logistikrouten alle Landwege von der besetzten Region Cherson zur besetzten Krim unterbrochen. Die Angriffe richten sich gegen die Nachschublinien der russischen Truppen auf der Halbinsel.
Der von Russland eingesetzte Leiter der Besatzungsverwaltung in Cherson, Wolodymyr Saldo, erklärte am 11. Juni, die ukrainischen Kräfte hätten unter anderem die Brücke über den Nord-Krim-Kanal bei den besetzten Orten Preobraschenka und Myrne, die Straßenbrücke Perekop–Armjansk sowie die Brücke Stawky getroffen. Diese Bauwerke verlaufen über den Nord-Krim-Kanal und entlang der Fernstraße M-17 Armjansk–Oleschky.
Ein ukrainischer Kommandeur teilte am selben Tag mit, die Angriffe hätten etwa 50 russische Militär-Lkw mit Treibstoff und Munition beschädigt oder zerstört. Die russischen Truppen hätten ihre Logistik auf die Route über Armjansk verlegt, nachdem ukrainische Schläge in der Nacht vom 7. auf den 8. Juni sowie am 9. Juni die Tschonhar-Brücke beschädigt hatten. Die Besatzungsbehörden sperrten die Brücke daraufhin für den Verkehr.
Das ISW betont, die Ukraine verstärke ihre Kampagne mit Mittelstreckenangriffen auf russische Nachschubwege im besetzten Süden. Die fortgesetzten Schläge könnten „kaskadenartige Folgen auf dem Gefechtsfeld haben und Russlands Vorbereitung auf Angriffsoperationen erschweren“, so die Analysten.
Quelle: www.unian.ua



