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Fast 40 Frauen in US-Abschiebelager Delaney Hall treten in Hungerstreik

Fast 40 Frauen, die in der umstrittenen privaten Delaney Hall im US-Bundesstaat New Jersey festgehalten werden, haben sich einem Hunger- und Arbeitsstreik angeschlossen. Wie der Guardian berichtet, veröffentlichten die Insassinnen eine Liste mit Forderungen, darunter die Freilassung von Minderjährigen, Kranken und Müttern.

Fast 40 Frauen in US-Abschiebelager Delaney Hall treten in Hungerstreik
Bild: i.guim.co.uk

Die Frauen in der Abteilung 1 der von der privaten Geo Group betriebenen Einrichtung schlossen sich damit einem seit Wochen laufenden Protest von mehr als 300 männlichen Häftlingen an. Die Ankündigung erfolgte am Donnerstag durch Aktivisten, die vor dem Gebäude versammelt waren.

„Heute stehen wir an der Seite der Frauen, die Freilassung, sichere Lebensbedingungen, medizinische Versorgung, rechtliche Vertretung, Familienbesuche, sauberes Trinkwasser und Schutz vor Missbrauch fordern“, sagte Archange Antoine, ein Geistlicher der Clergy Coalition for Liberation, vor dem Tor der Anlage. „Das sind keine radikalen Forderungen – es sind Forderungen, die in grundlegenden Menschenrechten wurzeln.“

Die Frauen verlangen von der Einwanderungsbehörde ICE unter anderem die Freilassung von Insassinnen unter 21 Jahren, von Frauen mit medizinischen Problemen und von Müttern. Zudem fordern sie verbesserte Haftbedingungen und eine schnellere Bearbeitung ihrer Asylverfahren.

Der Protest in Delaney Hall fällt in eine Zeit verschärfter Abschiebepolitik unter US-Präsident Donald Trump. Erst am Mittwoch unterzeichnete Trump ein 70 Milliarden Dollar schweres Ausgabengesetz für Einwanderungsbehörden. Auch in anderen Abschiebelagern im Land beteiligen sich Häftlinge an Streiks.

Bereits am 22. Mai hatten inhaftierte Männer in Delaney Hall einen Hunger- und Arbeitsstreik begonnen. Sie forderten unter anderem ein Treffen mit dem Gouverneur von New Jersey, bessere Bedingungen sowie die Freilassung kranker und älterer Insassen. Damals schlossen sich laut Guardian bereits einige Frauen dem Protest an.

Quelle: www.theguardian.com