Wie die Abendzeitung München berichtet, übt die neue Panzerbrigade 45 der Bundeswehr – Beiname „Litauen“ – erstmals auf litauischem Boden das Gefecht. Auf dem Truppenübungsplatz Pabrade sind rund 2.900 Soldaten beteiligt, davon 2.300 aus Deutschland. Die Übung trägt den Namen „Freedom Shield 2026“ und soll die Brigade auf die Verteidigung der Nato-Ostflanke vorbereiten.
Hauptfeldwebel Philip (Nachname aus Sicherheitsgründen nicht genannt) treibt seine 34 Soldaten nach dem Absitzen aus den Schützenpanzern zum Sturm auf eine feindliche Sperre an. „Angriff, Angriff, Angriff“, befiehlt er über Funk. Das laserbasierte Trainingssystem AGDUS zeigt dabei simulierte Treffer an – Tod oder Verwundung inklusive. Nach einer verlustreichen Übung sagte der knapp 40-Jährige: „Im Krieg wäre ich jetzt tot.“
Die Brigade erprobt neue Konzepte für den Kampf gegen und mit Drohnen. Panzer werden gleichzeitig von mehreren Drohnen attackiert, ständig surren unbemannte Systeme in der Luft. Brigadegeneral Christoph Huber demonstrierte dem Heeresinspekteur Christian Freuding praktische Drohnengefechtsstände. Huber plädiert für die Beschaffung kleinerer Kamikaze-Drohnen vom Typ FPV, die per Videobrille gesteuert werden – ein in der Ukraine erfolgreiches Konzept. „Was wir aufklären können, wollen wir auch direkt zerstören können“, sagte Huber.
Entlang der Grenze zum 15 Kilometer entfernten Belarus haben Fachleute für elektronische Kampfführung Sensoren und Sender aufgebaut. Ziel ist das Abhören und Auswerten militärischer Daten eines möglichen Gegners sowie die Sicherung der eigenen Kommunikation und die Fähigkeit zum Stören des Feindes.
Quelle: Stadt München



