Jürgen Klopp und Thomas Müller sind als TV-Experten für Magenta bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Einsatz. Wie die FAZ berichtet, belegen ihre Auftritte, dass sich das Expertenwesen vom eigentlichen Turniergeschehen abgekoppelt hat. Die Zeitung sieht darin eine Disqualifikation Klopps als möglichen Bundestrainer.
Die FAZ zieht einen historischen Vergleich: Schon bei der WM 1994 in den USA saß Franz Beckenbauer als Experte für den Pay-TV-Sender Premiere direkt neben dem deutschen Teamquartier – zum Ärger von Bundestrainer Berti Vogts. Beckenbauer galt damals als Schattenbundestrainer, der Vogts‘ Autorität untergrub. Ähnlich sei nun die Situation von Julian Nagelsmann, der mit Klopp einen prominenten Schatten an der Seite habe.
Klopp sorgte mit einem Satz am Magenta-Mikrofon für Aufsehen: Er sagte, zum Glück mache Nagelsmann die Aufstellung – und fügte das Wort „noch“ hinzu. Später versuchte er, die Aussage zurückzunehmen, indem er sein „noch“ zum Unwort des Jahres erklärte und sich selbst als „dämlich“ bezeichnete. Die FAZ sieht darin eine Parallele zu Beckenbauer, der seine Sprüche auf Vogts Kosten nie zurücknahm.
EuroPulse berichtete am 15. Juni 2026 über Matthäus‘ Kritik an Klopps Aussagen vor dem WM-Auftakt (https://europulse.today/matthaeus-kritisiert-klopp-aussagen-zur-wm/).
Quelle: www.faz.net



