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Denkmal für Opfer der kommunistischen Diktatur in Berlin geplant

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat zum Jahrestag des DDR-Volksaufstandes am 17. Juni 1953 den Mut der Aufständischen gewürdigt. Zugleich beginnt die entscheidende Phase für ein neues Denkmal in Berlin.

Denkmal für Opfer der kommunistischen Diktatur in Berlin geplant
Bild: rbb-online.de

Wie die Bundesregierung mitteilt, wird am 18. Juni der Gestaltungswettbewerb für ein Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktatur in Deutschland eröffnet. Die Auslobungsunterlagen werden dann an die bereits ausgewählten Teilnehmer versandt. Das Denkmal soll in unmittelbarer Nähe des Deutschen Bundestages und des Bundeskanzleramtes in Berlin entstehen.

Worum geht es?

Am 17. Juni 1953 erhoben sich in der DDR tausende Menschen – Arbeiter, Jugendliche, Enttäuschte aus allen Landesteilen – gegen das SED-Regime. Der Aufstand wurde durch sowjetische Panzer brutal niedergeschlagen. Menschen kamen ums Leben, andere wurden verhaftet oder verurteilt. Das neue Denkmal soll an diese Opfer erinnern und eine bisher schmerzlich empfundene Lücke in der Berliner Erinnerungslandschaft schließen.

Warum jetzt?

Der Jahrestag des Volksaufstandes am 17. Juni ist der Anlass für die aktuelle Initiative. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer erklärte: „Der Mut dieser Menschen, sich für ein freies Deutschland einzusetzen, bewegt mich zutiefst. Ihre Namen dürfen nie vergessen werden.“ Mit dem Versand der Wettbewerbsunterlagen am 18. Juni geht das lang geplante Projekt in eine entscheidende Phase.

Wie funktioniert der Wettbewerb?

Der Gestaltungswettbewerb ist künstlerisch ausgerichtet. Die Teilnehmer wurden bereits ausgewählt und erhalten nun die detaillierten Auslobungsunterlagen. Ein Preisgericht wird die Entwürfe bewerten und den Sieger küren. Das Denkmal soll im Herzen Berlins, nahe den zentralen Regierungsgebäuden, aufgestellt werden – als sichtbares Zeichen der Erinnerung und Mahnung.

Wer ist betroffen?

Das Denkmal richtet sich an alle Bürger und Besucher der Hauptstadt. Es soll insbesondere den Opfern der kommunistischen Diktatur in Deutschland gewidmet sein – Menschen, die unter dem SED-Regime litten, Widerstand leisteten oder ums Leben kamen. Auch die Familien der Opfer und die historische Forschung sollen einen Ort des Gedenkens erhalten.

Was sind die Streitpunkte?

Die Errichtung von Denkmälern für die Opfer der SED-Diktatur ist in Deutschland grundsätzlich breit konsensfähig. Diskutiert wird gelegentlich über den genauen Standort, die künstlerische Gestaltung und die Frage, welche Opfergruppen besonders hervorgehoben werden sollen. Die Bundesregierung betont jedoch, dass der Wettbewerb offen sei und die künstlerische Freiheit gewahrt bleibe.

Was kommt als nächstes?

Nach dem Versand der Unterlagen am 18. Juni haben die Teilnehmer mehrere Monate Zeit, ihre Entwürfe einzureichen. Die Jury wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2025 den Siegerentwurf auswählen. Danach folgen die konkrete Planung und der Bau des Denkmals. Ein genauer Fertigstellungstermin steht noch nicht fest.

Quelle: Bundesregierung