Die Deutsche Bahn (DB) hat wegen der extremen Hitze eine Sonderkulanz für Fahrgäste eingeführt. , können Reisende, die bis einschließlich 23. Juni ein Ticket für eine Fahrt im Fernverkehr bis 30. Juni gebucht haben, dieses kostenfrei stornieren – sowohl digitale Fahrkarten auf bahn.de als auch analoge Tickets in den DB-Verkaufsstellen. Die Bahn empfiehlt, die amtlichen Hitzewarnungen zu beachten und auf Reisen zu verzichten, wenn möglich.
Der Konzern warnte am Donnerstag vor möglichen „Störungen und Verzögerungen im Zugverkehr deutschlandweit“ angesichts der „extremen Belastungen durch das Hitzehoch“. Die DB-Infrastrukturgesellschaft DB Infrago hat für das Schienennetz die „Vorwarnstufe 0“ ausgerufen. Temperaturen von voraussichtlich um die 40 Grad brächten für die Bahntechnik eine Rekordbelastung mit sich, so die Bahn. Auch lokale Starkregen und Gewitter mit Sturmböen stellten ein Risiko für Signale, Gleise, Weichen und Oberleitungen dar, ebenso wie Böschungsbrände.
Die Politik reagierte zurückhaltend auf die Ankündigung. Paula Piechotta, grünes Mitglied im Bundestagshaushaltsausschuss und Berichterstatterin für den Verkehrsetat, nannte die Aktion gegenüber der FAZ ein „nettes PR-Signal“ . Sie kritisierte, dass eine solche Hitzeaktion nicht nötig wäre, wenn es ein hitzeresistentes Schienennetz, ICEs mit zuverlässigen Klimaanlagen und Hitzeschutz an Bahnhöfen gäbe. An großen Bahnhöfen stellt die Bahn zusätzliches Wasser bereit – insgesamt mehrere Zehntausend Liter – und setzt zusätzliche Servicekräfte ein.
Quelle: www.faz.net


