Wie soll der Umgang von Jugendlichen mit sozialen Medien geregelt werden? Diese Frage stand im Mittelpunkt eines digitalen Elternabends, zu dem die F.A.Z. am Dienstagabend eingeladen hatte. Moderator Rainer Schulze diskutierte mit Leon Pelikan, Nadine Tepe und Armin Schwarz über Vor- und Nachteile einer Altersbeschränkung.
Hessens Kultusminister Armin Schwarz (CDU) betonte den hohen Stellenwert des Jugendschutzes, sprach sich aber nicht mehr klar für eine Altersgrenze aus. „Ein Verbot ist nicht die einzige Lösung“, sagte er. Nadine Tepe, stellvertretende Direktorin der Landesmedienanstalt, zeigte Verständnis für eine Grenze von 14 Jahren, blieb damit aber auf dem Podium allein.
Die Erziehungswissenschaftlerin Johanna Weckenmann kritisierte, eine Altersgrenze verkenne die wahren Probleme der Plattformen. Sie forderte stattdessen mehr Medienbildung und eine Regulierung der Algorithmen durch die EU. Der 20-jährige App-Erfinder Leon Pelikan warnte vor den Dopamin-Kicks durch endloses Scrollen, hob aber auch den digitalen Raum als „Safe Space“ für Jugendliche hervor.
Quelle: www.faz.net



