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Zuse-Computer-Museum ZCOM in Hoyerswerda droht Schließung

Das Zuse-Computer-Museum ZCOM in Hoyerswerda könnte Ende des Jahres schließen, da die finanzielle Unterstützung wegfällt.

Zuse-Computer-Museum ZCOM in Hoyerswerda droht Schließung
Bild: heise.cloudimg.io

Das Zuse-Computer-Museum ZCOM in Hoyerswerda könnte zum Jahresende geschlossen werden. Grund ist der Wegfall der Unterstützung durch die städtische Wohnungsgesellschaft, die die Räumlichkeiten stellt. Die Stadtverwaltung hat die finanzielle Förderung nun auf die Tagesordnung einer Stadtratssitzung gesetzt. Sollte auch diese entfallen, müsste die ZCOM-Stiftung den Betrieb einstellen.

Die Stiftung betreibt das Museum seit 2017 und ist auf die Zuschüsse angewiesen. Statt der geplanten 20 bis 25.000 Besucher pro Jahr kommen nur rund 10.000 zahlende Gäste. Bereits Ende 2026 hatte die Wohnungsbaugesellschaft ihren jährlichen Zuschuss von 110.000 Euro gestrichen. Das Stadtmagazin „Hoyerswerda lebt“ berichtet, dass ohne neue Förderung nur ein „weißer Ritter“ das Aus verhindern könne.

Das ZCOM zeigt historische Zuse-Rechner wie Z11, Z22, Z22r, Z23 und Z25 sowie zahlreiche Robotron-Exponate aus der DDR-Rechentechnik. Ursprünglich 1995 als kleine Ausstellung anlässlich der Ehrenbürgerschaft Konrad Zuses eröffnet, musste das Museum 2013 schließen und wurde 2017 mit Unterstützung der Wohnungsbaugesellschaft in größeren Räumen neu eröffnet. Das Museum informiert auch über den in der Lausitz geborenen Computerpionier Nikolaus Joachim Lehmann.

Quelle: www.heise.de