Der Börsengang des Nationalen Investitionsfonds von Usbekistan, den Franklin Templeton verwaltet, hat nach Angaben von Marius Dan, Zentralasien-Chef von Templeton Global Investments, mehr Kapital eingeworben als alle früheren Börsengänge im Land der vergangenen 30 Jahre zusammen. Die Transaktion lenkt den Blick auf die nächste Phase beim Ausbau des usbekischen Finanzmarktes.
Julia Hoggett, Chefin der Londoner Börse, sagte gegenüber Euronews: „Anleger wollen vor allem wissen, dass sie ihr Geld investieren und auch wieder zurückbekommen.“ Sie betonte, Investoren schauten zunächst auf Fundamentaldaten wie Währungsstabilität, Inflation und Wachstum, bevor sie den regulatorischen Rahmen bewerteten.
Usbekistan arbeitet an neuen Finanzgesetzen, um das Spektrum an Finanzierungsmöglichkeiten zu erweitern. Laziz Kudratov kündigte an, das Gesetz zur Gründung des Tashkent International Financial Centre solle bald unterzeichnet werden. Das Projekt sieht eine eigene Rechtsordnung auf Grundlage des Common Law vor und soll ausländischen Finanzunternehmen einen internationalen Rechtsrahmen bieten.
Dan erwartet, dass Usbekistans Kapitalmarkt in den kommenden Jahren mehr börsennotierte Unternehmen, höhere Liquidität und zusätzliche ausländische institutionelle Anleger braucht. Auch der inländische Anleihemarkt rücke stärker in den Fokus, da Privatanleger Anlagemöglichkeiten im eigenen Land genauer prüften.
Quelle: de.euronews.com



