In dieser Woche wollen sich die Spitzen der Koalition auf eine Reform der Einkommensteuer verständigen. Die Bezieher kleiner und mittlerer Einkommen sollen entlastet werden, so steht es im Koalitionsvertrag. Etwa 500 Euro mehr netto vom Brutto im Jahr soll diesem Personenkreis bleiben, so hat es Finanzminister Lars Klingbeil versprochen. Das kostet allerdings Geld und um den Haushalt auszugleichen, muss die Regierung bereits Rücklagen aus den Vorjahren aufzehren. Die SPD will deshalb zur Gegenfinanzierung der Steuerreform Topverdiener stärker belasten, die Union fürchtet, dass das die Wirtschaft belastet.
Ein ZEW-Papier schlägt ein Modell vor, das Kosten begrenzt und Arbeitsanreize stärkt. Diskutiert wird eine Sprunglösung im Steuertarif, um Streuverluste zu vermeiden. Die Reform könnte 50.000 bis 60.000 neue Vollzeitstellen schaffen, aber fiskalische Kosten bleiben. Der Koalitionsgipfel könnte bis Ende der Woche dauern, verschiedene Modelle werden diskutiert.
Quelle: www.zeit.de



