Die Explosion ereignete sich gegen 21:00 Uhr Ortszeit in der Rue Révérend Père Louis Frolla nahe der französischen Grenze. Nach Angaben der Polizei hatte ein Unbekannter einen Rucksack mit einem selbstgebauten Sprengsatz vor dem Hauseingang abgestellt und war dann zu Fuß nach Frankreich geflohen. Die Behörden fahnden nach dem Täter.
Zwei der Verletzten schweben in Lebensgefahr, darunter eine Frau, der nach Medienberichten ein Bein amputiert werden musste. Ein 13-jähriger Jugendlicher erlitt mittelschwere Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft Monaco ermittelt wegen versuchten Mordes, nicht wegen Terrorismus. Regierungschef Christophe Mirmand sprach von einem „vorsätzlichen Angriff“ – dem ersten derartigen Vorfall in der Geschichte des Fürstentums.
Der 58-jährige Yermolaiev stammt aus Dnipro und gründete die Handels- und Produktionsfirma Alef. Er stand auf der Forbes-Liste der 100 reichsten Ukrainer, gab 2019 seine ukrainische Staatsbürgerschaft auf und nahm die zyprische an. 2023 verhängte Präsident Wolodymyr Selenskyj Sanktionen gegen ihn, weil seine Firmen in der besetzten Krim Steuern an Russland gezahlt haben sollen. Ende 2025 war sein Sohn Arthur auf Zypern auf Ersuchen von Interpol festgenommen worden.
Quelle: www.bbc.com



